Bessamatic / Objektive
(Super-Dynarex)
Das klassische Teleobjektiv
 

Diese Linse mit klassischer Telebrennweite war aufgrund des Preis- Leistungsverhältnisses das beliebteste und somit auch meistverkaufte Teleobjektiv für die Bessamatic-Kamera.
Gegenstände werden bei diesem Objektiv 2,7-mal so groß abgebildet wie bei der Standardbrennweite.

Super-Dynarex 135

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Super-Dynarex 4,0/135mm

Fertigungszeitraum: 1958 bis 1971
Stückzahl (mindestens): 101.509
Seriennummer auf Frontring
Maße: Ø52mm x 92mm
Gewicht: 246g

Für dieses beliebte Objektiv gibt es eine spezielle "Nahlinse". Diese Portrait- Linse (Art.-Nr. 347/41) verkürzt mit 0,25dpt die minimale Einstellentfernung von 4m auf 2m.
Die Maske (Art.-Nr. 341/41) für die Spezial-Gegenlichtblende des Dynarex 4,8/100mm kann aufgrund des noch engeren Bildwinkels des 135ers auch für dieses Objektiv genutzt werden.
Bei dieser Linse gibt es ebenfalls eine Version ohne gelben Punkt (bis 1959). Durch die Anfangsblende 4 hat das Objektiv allerdings keine Kennung. Somit sind alle Versionen auch für die Ultramatic uneingeschränkt verwendbar.
Das Super-Dynarex 4,0/135mm ist eine Weiterentwicklung des Super-Dynaret.

 

 

Die schweren Teleobjektive
 

Die schweren Teleobjektive runden das Objektivprogramm nach oben ab. Mit dem extremen 350er Teleobjektiv war Ende 1964 die letzte Linse für die Bessamatic auf den Markt gekommen. Die Super-Brennweite von 350mm für Spiegelreflexkameras mit Zentralverschluß war weltweit einmalig. Bei diesen Objektiven wird der Tribut, der durch die optisch unsaubere Lösung (Verschluß in der Kamera) zu zahlen ist, sehr deutlich. Da der Verschluß bei der Fokussierung den Weg der hinteren Linsengruppen begrenzt liegt die Naheinstellgrenze des 350ers bei beachtlichen 28m. Bei dem 200er sind es immerhin noch 8,5m, die nicht unterschritten werden dürfen und das oben beschriebene 135er kommt ohne Hilfsmittel auch nicht unter 4m!

Super-Dynarex 200

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Super-Dynarex 4,0/200mm

Fertigungszeitraum: 1962 bis 1971
Stückzahl: 6.713
Seriennummer auf hinterem Ring
Maße: Ø90mm x 148mm
Gewicht: 653g

Das Super-Dynarex 4,0/200mm ist eine Neuentwicklung für die Bessamaticserie und für diese Tele-Brennweite ein durchaus lichtstarkes Objektiv.
Auch dieses Objektiv wurde mit einem gelben Punkt ausgeliefert. Mit einer Anfangsblende 4 benötigt es aber keine Kennung und ist auch für die Ultramatic geeignet.

 

Super-Dynarex 350

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Super-Dynarex 5,6/350mm

Fertigungszeitraum: 1964 bis 1965
Stückzahl: 3.373
Seriennummer auf hinterem Ring
Maße: Ø102mm x 240mm
Gewicht: 1915g (incl. Sonnenblende)

Das Objektiv verfügt über einen drehbaren Stativsockel mit 3/8"-Gewinde.

Wie das 200er ist auch das 350er Supertele eine Neuentwicklung speziell für die Bessamaticreihe. Um ein helleres Sucherbild zu bekommen öffnet die Blende auf 4,0 und springt dann erst beim Auslösen auf mindestens 5,6 zurück. Mit Hilfe der großen Frontlinse (Filter Ø95mm) konnte bei dem in der Bessamatic verwendeten Verschluß der Größe 00 trotzdem noch eine Anfangsblende von 5,6 realisiert werden.
Durch diese Anfangsblende ist das Objektiv jedoch nicht mehr uneingeschränkt für die Belichtungsautomatik der Ultramatic geeignet.

Ultramatic aus "Hallo photo-freunde" (Nr.1, 1965)
Die erst recht gute Nachfrage des Objektivs durch den Kunden flachte allerdings schnell wieder ab. Wie schon das Dynarex 3,4/100mm, wurde die Linse daher nur zwei Jahre lang produziert. Die Gesamtstückzahl blieb dabei noch um rund 900 Einheiten unter dem des Dynarex 3,4/100mm. Das Super-Dynarex 5,6/350mm ist damit das mit der zweitgeringsten Stückzahl produzierte Voigtländer-Objektiv für die Bessamaticreihe. Es muß dadurch auch zu den selteneren Objektiven gezählt werden.



 

Bild rechts: Aus der Werkszeitschrift Voigtländer Post Nr. 2, August 1964 stammt dieses Foto mit einem Super-Dynarex 350.
Die Bildunterschrift lautet: "In dieser Haltung läßt sich das 350iger mit etwas Übung auch ohne Stativ handhaben. Trotzdem: eine ruhige Hand gehört schon dazu."
 

 
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