Bessamatic / Die Kamera
(Gehäuse)

Das Gehäuse ist aus einem Aluminium-Druckguß-Körper mit zwei Stahlkappen gefertigt und größtenteils "beledert". Die Metallteile sind verchromt. Auf Halteösen für einen Gurt wurde vollkommen verzichtet. Statt dessen kann das Gehäuse in eine Bereitschaftstasche aus robustem Leder gesteckt werden. Mit einer Schraube für das Stativgewinde am Boden der Tasche wird dann beides fest miteinander verbunden. Ein typisches Merkmal für Spiegelreflex-Kameras dieser Zeit ist der Gehäusebuckel für das Pentaprisma. Dieser ist auch bei der Bessamatic deutlich zu erkennen.
Anmerkung: Eine ähnliche Qualität bekommt man heute nur noch bei absoluten Profikameras.

Abmaße des Gehäuses: Breite 140mm, Höhe 98mm, Tiefe 65mm

Gehäuseunterseite
Gehäuse Unterseite

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Die Unterseite des Gehäuses verfügt über drei Standfüßchen, die der Kamera festen halt geben. Vor dem mittleren Füßchen befindet sich die Betätigungsklinke für die Objektiventriegelung. Zentral im Bodenblech ist das obligatorische 1/4 Zoll Stativgewinde angeordnet. Wie bei den meisten Kameras liegt aber dieser Anschluß für das Stativ auch bei der Bessamatic nicht im Gewichtsmittelpunkt der Kamera.
Gehäuseoberseite
 
Auf der Gehäuseoberseite befindet sich auf der rechten Seite (von hinten gesehen) der Auslöser, der Hebel zur Entsperrung des Filmrücktransportes, der Schnellspannhebel und eine Merkscheibe die man auf die Position für den eingelegten Film (Schwarz-Weiß-, Tageslicht- oder Kunstlicht-Film) stellen kann.

Auf der anderen Seite haben wir die Einstellung für die Filmempfindlichkeit von 11 DIN )¹ bis 36 DIN bzw. 10 ASA )² bis 3200 ASA (für den Export auch nur ASA-Werte) sowie den Sperrknopf für diese Einstellung. Desweiteren ist hier die Möglichkeit der Speicherung eines Filterkorrekturfaktors. Am gleichen Rad wird auch zur gewählten Zeit die entsprechende Blende eingestellt. Darüber befindet sich dann noch der Knopf für den Rücktransport des belichteten Films. Zum Einlegen und zur Entnahme der Filmpatrone kann dieser Knopf herausgezogen werden.

Gehäuse Oberseite

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Gehäuserückseite
 
Die Rückseite wird von dem Gehäusedeckel aus Stahlblech für den Film dominiert. Dieser Deckel nimmt auf der Innenseite auch die Andruckplatte für den Film auf. Gehalten wird der Deckel durch ein Scharnier auf der einen Seite und auf der anderen Seite durch zwei Rasthaken (Entriegelung durch Zweifingerbedienung).
Außerdem finden wir hier auch den Sucher und einen rückwärts laufenden Bildzähler.
Auf den Sucher kann ein Halter für verschiedenes Zubehör, der sogenannte "Blitzschuh" (Nr. 145/20), aufgesteckt werden. Gleichzeitig dient er auch als Aufnahme für das Winkelfernrohr (Nr. 355/45), die Augenmuschel (Nr. 356/60) oder den Linksauslöser (Nr. 125/26), aufgeführt unter Sonstiges Zubehör.
Links neben dem Sucher ist noch die Abdeckung für die Justierung des Belichtungsmessers zu erkennen.
Gehäuse Rückseite

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Gehäusevorderseite
 
Auf dem Prismenbuckel ist der Firmenschriftzug "Voigtländer" eingraviert und schwarz unterlegt. Darunter befindet sich der Kameraname und zwischen diesem und dem Verschluß ist der Ausschnitt mit dem Wabenfenster des Selenbelichtungsmessers zu sehen.

Die einstellbaren Zeiten von B-1-2-4-8-15-30 in rot und 60-125-250-500, in schwarz eingraviert, finden wir auf dem Verschlußring. Die schwarzen Zahlen (1/60 sec. bis 1/500 sec.) zeigen die Zeiten an, bei denen aus freier Hand fotografiert werden kann. Bei den roten Zeiten (1 sec. bis 1/30 sec.) sollte die Kamera fest stehen.
Die zweite Skala am Verschlußring zeigt die einstellbaren Blenden von 2-2.8-4-5.6-8-11-16-22.
Gehäuse Vorderseite

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Gehäuseovorderseite rechts Von vorne rechts gesehen ist die Einstellung für die Blitzsynchronisation ("M" für Blitzbirnchen, "X" für Elektroblitz, "V" für Selbstauslöser) und eine Einstellklinke für das Umstellen dieser Synchronisation.

Rechts unten neben der Bajonettfassung ist dann noch der Anschluß für ein Blitzkabel angebracht.

Die Zugehörige Entsperrklinke für das Umstellen der Blitzsynchronisation befindet sich genau auf der anderen Seite des Verschlusses (links nicht im Bild).
  


Seriennummer

Die Seriennummer steht innen, hinter der Gehäuserückwand, unter dem Filmfenster.
 

Deutsches Institut für Normung
American Standards Association
DIN und ASA sind heute abgelöst durch die ISO (International Organisation for Standardisation), die beide Angaben der Filmempfindlichkeit kombiniert (z. B. ISO 100/21°).

 

 
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